Literatur über die Drehorgel

 

Die Drehorgelliteratur aus neuerer Zeit ist vielfältig und deckt viele Facetten ab. So sind Informationen über das Drehorgelspiel und das gesellschaftliche Umfeld genauso zu finden wie detaillierte technische Beschreibungen. Leider sind viele der interessanten Werke nicht mehr im aktuellen Buchhandel zu erwerben, aber im Antiquariat sind fast alle noch erhältlich - und auch das Suchen und Finden, das Stöbern in Bücherkisten und Regalen  macht doch unheimlich Spaß.

Aus den zahlreichen Veröffentlichungen wollen wir nachstehend solche etwas näher vorstellen, die wir selbst besitzen. Daher ist die Auswahl nicht repräsentativ oder erschöpfend, die Bewertung subjektiv. Sollte so manches wichtige Werk daher nicht dabei sein, so hoffen wir, dass uns der Autor und auch der interessierte Leser dies verzeihen.

 

Alexander Buchner, Mechanische Musikinstrumente, Verlag Werner Dausien, Hanau, 1992, ISBN 3-7684-4268-3

Mechanische MusikinstrumenteMechanische MusikinstrumenteDr. Alexander Buchner schildert die geschichtliche Entwicklung der mechanischen Musikinstrumente und widmet dabei auch den Drehorgeln zahlreiche Seiten. Der Band ist prächtig ausgestattet und bietet viele wunderschöne Farb- und Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Er lädt immer wieder zum Blättern und Lesen ein.

 

 

Dietmar Jarofke (Herausgeber), Der Leierkasten. Ein Wahrzeichen Berlins, Verlag Wort- & Bild-Specials, Berlin, 1991, ISBN 3-926578-26-2

LeierkastenLeierkastenDieses informative und interessante Büchlein ist anlässlich des fünfjährigen Bestehens des e.V. Internationale Drehorgelfreunde Berlin erschienen und enthält zahlreiche Einzelartikel zu verschiedenen Drehorgelthemen. Dabei sind technische Erläuterungen genauso vertreten wie Wartungs- und Gebrauchshinweise. Auch finden wir zahlreiche SW-Fotos und Zeichnungen. Angesichts des Umfangs und Formats sind erstaunlich viele komprimierte Informationen enthalten.

 

Herbert Jüttemann, Waldkircher Dreh- und Jahrmarkt-Orgeln, Waldkircher Verlag, 1993, ISBN 3-87885-249-5

Waldkircher Dreh- und Jahrmarktorgeln Waldkircher Dreh- und JahrmarktorgelnHerbert Jüttemann gibt in diesem Buch einen detaillierten Einblick in die Waldkircher Dreh- und Jahrmarktorgeln. Dabei geht er auch teilweise sehr tief auf die zugrunde liegende Technik ein. Dadurch ist dieses Buch nicht nur für die Liebhaber der Waldkircher Orgeln sondern für jeden Drehorgelfreund mit technischem Verständnis eine hervorragende Lektüre. Auch hier sind wieder zahlreiche Fotos und Abbildungen zu bewundern.

 

 

Klaus Krug (Herausgeber), Der Leierkasten in Wort, Bild und Ton, Verlag Internationale Drehorgelfreunde Berlin e.V., Berlin, 1997, ISBN 3-00-001121-8

LeierkastenLeierkastenNochmals ein Büchlein der Internationale Drehorgelfreunde Berlin. Es enthält wiederum verschiedene Einzelartikel unterschiedlicher Verfasser und ist ebenfalls sehr lesenswert. Die Bildauswahl ist nun mit Farbfotos bereichert und lädt zum Blättern ein.

 

Wolfram Metzger, Jakob Kreiss, Drehorgeln. Schaurig-Schön, Info Verlagsgesellschaft, Karlsruhe, 1994, ISBN 3-88190-186-8

Drehorgeln Schaurig-SchönDrehorgeln Schaurig-SchönDieser Katalog zur Ausstellung des Badischen Landesmuseums im Schloss Bruchsal besteht aus einem phantastischen Bildteil, dem ein umfassender Textteil vorangestellt ist. In diesen Textkapiteln werden sowohl die Geschichte der Drehorgel als auch die Drehorgelspieler, die Zentren der Herstellung  und die verschiedenen Einsatzzwecke ausführlich (zumindest für einen Katalog) behandelt. Wer dieses Buch ergattern kann, wird sehr viel Freude daran haben.

 

Hermann Rambach und Otto Wernet, Waldkircher Orgelbauer, Waldkircher Verlag, 1984, ISBN 3-87885-097-2

Wadkircher OrgelbauerWadkircher OrgelbauerHermann Rambach und Otto Wernet geben einen Einblick in die bewegte Geschichte des Waldkircher Orgelbaus. Dabei schildern sie die Biographien der verschiedenen auch heute noch sehr bekannten und berühmten Orgelbauer und ihrer Fertigungsstätten. Für Freunde der Jahrmarktorgeln ist dieses Buch ein Muss.

 

 

Fernand Rausser, Daniel Bonhôte, Frédy Baud, Als die Musikdosen spielten, Mondo-Verlag, Vevey, 1972

Als die Musikdosen spieltenAls die Musikdosen spieltenDieser Bildband aus dem Schweizer Mondo-Verlag lebt von der visuellen Zusammenstellung alter mechanischer Musikinstrumente. Die Drehorgel ist natürlich dabei. Es wird kein umfassender Überblick über die Instrumente geboten sondern einzelne werden musterhaft herausgestellt. Zusätzlich wird versucht, auch das gesellschaftliche Leben in der Entstehungszeit der Musikdosen mit darzustellen. Als akustische Dreingabe gibt es eine kleine Schallplatte dazu.

 

Ullrich Wimmer, Alles andere als Alltag, Martina Galunder Verlag, Nümbrecht, 2000, ISBN 3-931251-59-4

Alles andere als AlltagAlles andere als AlltagUllrich Wimmers Streifzug durch “Die heitere Welt der mechanischen Musik” ist ein vorzügliches Lesebuch, in dem er zwar auch die Geschichte der Drehorgel behandelt, seinen Schwerpunkt aber anders setzt als in anderen Büchern zu finden. Einzeln herausgegriffene Themen oder Personen werden  gründlich behandelt, während Anderes nur gestreift oder gar nicht dargestellt wird. Auch kommen viele literarische Zitate, Gedichte und Anekdoten zum Tragen, sein umfassendes Detailwissen zeigt sich in der Vielzahl der lesenswerten Fußnoten. Es gelingt ihm eine gute Mischung aus Text und Bildern, so dass man dieses Buch gern wieder zur Hand nimmt. Kurzum, ein lesens- und empfehlenswertes Buch, in dem mehr steckt, als nach dem etwas bieder wirkenden Umschlag zu erwarten ist.

 

Helmut Zeraschi, Drehorgeln, Koehler und Amelang (VOB) Leipzig, 1976, (auch im Hallwag-Verlag in anderer Aufmachung erschienZeraschienZeraschi)
Zeraschi
Für uns ist dies ein Standardwerk über Drehorgeln, verfasst von einem profunden Kenner der Materie, dessen italienischer Großvater bereits sein Geld als Drehorgelspieler in Berlin und Görlitz verdiente. Helmut Zeraschi hat schon in seiner Dissertation 1961 die Drehorgel zum Hauptthema gemacht. In diesem Band gibt er einen umfassenden Abriss über die Entwicklung der Instrumente, seiner Erbauer und auch über den Drehorganisten. Dabei kommt die Technik nicht zu kurz, wenn auch nicht so in die Tiefe gehend wie bei Jüttemann. Das Buch ist mit zahlreichen Bildern und historischen Fotos ausgestattet. An Drehorgeln Interessierte sollten sich diese Schrift nicht entgehen lassen.

 

Helmut Zeraschi, Die Drehorgel in der Kirche, Sanssouci Verlag, Zürich, 1973, ISBN 3 7254 0265 5

Drehorgel in der KircheDrehorgel in der KircheIn diesem kleinen Büchlein beschäftigt sich Helmut Zeraschi mit dem Einsatz der Drehorgel als kirchliches Instrument. Dabei geht er hauptsächlich auf die Entwicklung in England, aber auch in Frankreich und Deutschland ein, denn die Hauptverbreitung der Drehorgel als Kirchenorgel (mit Verzicht auf den ausgebildeten Organisten) hat in England stattgefunden.

 

 

Helmut Zeraschi, Drehorgelstücklein aus dem 18. Jahrhundert, Edition Peters, Leipzig, 1973

Drehorgel StückleinDrehorgel Stücklein

Diese liebevolle Notenedition aus der Edition Peters bringt alte Drehorgelmelodien für Flöte und Klavier aufbereitet. Zusätzlich sind noch einige Bemerkungen zu den Drehorgeln enthalten.

 

Engros-Preisliste über Musikwerke 1901 (Nachdruck)

Engros PreislisteEngros PreislisteDieser Nachdruck eines Katalogs für Musikinstrumente um die Jahrhundertwende zeigt die vielfältigen damals verfügbaren nicht nur mechanischen Instrumente. Besonders interessant sind für uns aber die Beschreibungen und auch die Preise der Drehorgeln und Orchestrien aus dieser Zeit.

 

 

 

F. H. Brandt (Herausgeber), Singsang zu Drehorgel und Zupfgeige, Elwert’sche Verlagsbuchhandlung, Marburg, 1916

Singsang mit DrehorgelSingsang mit DrehorgelSingsang mit DrehorgelDies ist ein studentisches Liederbuch, das hauptsächlich im Titel den Bezug zu Drehorgeln trägt. Dies zeigt, wie verbreitet damals die Drehorgeln noch waren.

 

 

Klaus Netzle (Herausgeber), Die weissblaue Drehorgel , Edition Komet, Musikverlag Klaus Netzle, München, 1957

Das Lesebuch mit Beiträgen von und über Bayerische Volkssänger und Volksschauspieler ist an die beliebte und lange Jahre ausgestrahlte gleichnamige Sendung des Bayerischen Rundfunks angelehnt. Hier sind Beiträge unter anderem von Ludwig Thoma, Emil Vierlinger und Roider Jackl zu finden. Die eigentliche Drehorgel kommt nur am Rande vor. Ein Lesevergnügen, das den Leser auch heute noch zum Schmunzeln bringt.

 

 

Zeitschriften:

Die Drehorgel, Journal des Club Deutscher Drehorgelfreunde e.V.,

Die DrehorgelDie DrehorgelDie Vereinszeitschrift des CDD erscheint mehrmals jährlich und ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Das Beispiel zeigt eine Ausgabe aus dem Jahr 1991. Darin sind sowohl Fachartikel als auch Informationen und Darstellungen von einzelnen Mitgliedern sowie Terminübersichten zu Drehorgelveranstaltungen und Vereinsnachrichten enthalten.

 

 

 

Das mechanische Musikinstrument, Journal der Gesellschaft für Selbstspielende Musikinstrumente e.V.

Das mechanische MusikinstrumentDas mechanische MusikinstrumentDie Zeitschrift der GSM kann sowohl über die Mitgliedschaft als auch einzeln erworben werden. Sie behandelt ein größeres Spektrum der mechanischen Musik als nur Drehorgeln. Unser Beispiel stammt aus dem Jahr 2000 und enthält verschiedene Fachbeiträge.