Die Drehleier gehört nicht zu den mechanischen Musikinstrumenten, wird aber irrtümlich oft dazugezählt. Im Gegensatz zur Drehorgel, auch Leierkasten genannt, besitzt die Drehleier keinen Musikspeicher für die Steuerung. Die einzige Gemeinsamkeit mit der Drehorgel ist die Handkurbel, mit der hier aber ein Rad betätigt wird, das wie ein Geigenbogen über die Saiten streicht.

Die Melodie wird während des Kurbelns jedesmal neu erzeugt, und zwar durch Drücken von Tasten, durch das im sogenannten Tangentenkasten kleine Fähnchen die Melodiesaite(n) wie beim Drücken mit den Fingern bei einer Geige oder Gitarre “verkürzen”. Die Drehleier ist ein sehr altes Instrument in unterschiedlichsten Formen. So gibt es Kastenleiern, solche in Lautenformen, oder wie unsere in Gitarrenform (Barockdrehleier, Louvet). Heute gibt es wieder zahlreiche Instrumentenbauer, die den Reiz der Drehleiern wieder entdeckt haben.

Die Drehleier hat meist 1 bis drei Meldodiesaiten, mehrere Bordunsaiten, die ständig den gleichen Ton von sich geben, sowie auch eine Schnarrsaite, die über den Schnarrsteg durch besonderes Drehen an der Kurbel als Rhythmusgerät eingesetzt werden kann.

Das Spielen der Drehleier erfordert einige Übung. Auch müssen die Saiten ständig gestimmt werden, um einen ansprechenden aber dann auch tollen Klang zu erzeugen. Nähere Infos über die Drehleier sind im Internet zahlreich vorhanden.