In unserem Instrumentenfundus gibt es eine Reihe von höchst unterschiedlichen Drehorgeln. Manche sind nur für den Einzelauftritt vorgesehen, andere können vorzüglich mit anderen gemeinsam zusammen spielen.

Die Steuerung unserer Drehorgeln ist ebenfalls sehr vielseitig. Während unser “Museumsstück”, die 160 Jahre alte Walzenorgel kaum zum Spieleinsatz kommt, werden die anderen teils über Notenbänder, teils mittels elektromechanischer Midi-Impulse, teils mittels beider Möglichkeiten bei den verschiedenen Gelegenheiten und Auftritten zum Klingen gebracht.

Drehorgel Steuerung WatterottEine Besonderheit ist die Funk-Steuerung von Watterott, die in mehreren Instrumenten und in unser Schlagzeug eingebaut bzw. zusätzlich nachgerüstet worden ist. Diese ermöglicht das Zusammenspiel von Instrumenten unterschiedlicher Hersteller, was zu einem einmaligen und außerordentlich selten zu hörenden Klangspektrum führt. Besonders ausgeprägt trifft dies bei unseren Auftritten mit dem Bayerischen Drehorgelorchester zu, wo dann Orgeln von Raffin, Hofbauer, Deleika, Schlemmer, Stüber, sowie Akkordeons und funkgesteuerte Schlagzeuge von Watterott gemeinsam zum Einsatz kommen. Die unterschiedlichen Toncharaktere der Orgeln geben dann ein ganz besonders beeindruckendes Klangbild ab.

Wichtig ist dennoch, dass die Tonerzeugung bei allen unseren Instrumenten wie seit anno dazumal immer, gesteuert mittels der bewährten und schon bei Walzenorgeln eingesetzten Ventilsteuerung, durch die Luft in den Pfeifen und Zungen erfolgt. Die Töne sind also jeweils echt und live hervorgebracht.

Da die moderne elektromechanische Ventilsteuerung wie die betagte Walzenorgel .keine Luft für die pneumatische Steuerung benötigt, bleibt bei diesen das gesamte Luftvolumen aus dem Blasebalg für die Tongenerierung übrig. Bei den Notenbandorgeln wird dagegen ein Teil der erzeugten Luft für die pneumatische Ventilregelung abgezweigt. Bei letzteren muss daher besonders darauf geachtet werden, dass der oder die eingestzten Blasebälge ausreichend dimensioniert sind, um auch schwierigen Musikstücken gerecht zu werden.

Besonders vielseitig sind dabei Orgeln, die mehrere unterschiedliche Steuerungsmöglichkeiten bieten. So sind unsere Raffin und auch unsere rote Deleika sowohl mit Notenband als auch mit elktronischer Steuerung zu spielen.

Bei den elektronischen Steuerungen sind die von Deleika und Hofbauer (falls bei letzterer keine Midisteuerung eingebaut ist) proprietär, eigene Musik kann nicht hinzugefügt werden. Dies haben wir umgangen, indem wir zusätzlich die Watterott-Steuerung in die Orgeln integriert haben, so dass wir auch eigene Musikstücke auf diesen spielen können. Alle unterschiedlichen Steuerungen haben Vor- und auch Nachteile, jede ragt mit besonderen Features heraus.

Aber nun genug der Theorie, wenden Sie sich auf den Instrumentenseiten den Einzelheiten unserer Orgeln zu, die alle für sich jeweils ein technisches Meisterwerk sind. Wählen Sie dazu in der rechten Spalte das Instrument aus, für das Sie weitere Informationen haben wollen.